Unternehmensführung

Die Umsatzprozesse in einem Unternehmen müssen gestaltet und gesteuert (gemanagt) werden, damit sie zielgerichtet ablaufen können. Letztendlich hängt von dieser Steuerung der Erfolg eines Unternehmens ab, weshalb die Tragweite der Unternehmensführung sehr groß und sehr verantwortungsvoll ist.

Für die Führung eines Unternehmens ist es notwendig, bestimmte (Unternehmens- und Führungs-)Grundsätze zu beachten, passende Managementtechniken anzuwenden und ein Managementmodell zu verfolgen. Grundsätze (Werte) dienen dazu, die Teilbereiche eines Unternehmens auf eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Unternehmenskultur hin auszurichten. Sie müssen allen im Unternehmen tätigen Personen die Möglichkeit geben, sich an ihnen orientieren zu können.

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Unternehmensgrundsätze beziehen sich auf das Verhalten des gesamten Unternehmens gegenüber seiner Umwelt. Führungsgrundsätze beziehen sich auf das Verhalten zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Je nachdem, welche Managementtechnik im Unternehmen angewendet wird, hat diese eine ganz wesentliche Auswirkung auf das Unternehmen und seine Organisation. Man unterscheidet Management by Objectives (MbO = Führung durch Zielvorgabe bzw durch Zielvereinbarung), Management by Exception (MbE = Führung durch Abweichungskontrolle und Eingriff nur im Ausnahmefall), Management by Delegation (MbD = Führung durch Delegation von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung) und Management by System (MbS = Führung durch eine umfassende Systemsteuerung).

Integrierte Management-Modelle versuchen, das Führungsphänomen in seiner Ganzheit zu erfassen.

Beim Zürcher Management-Ansatz geht man davon aus, dass jeder der führt, andere Menschen bei einer gemeinsamen Problemlösung beeinflusst. Wenn eine Aufgabe an Menschen übertragen wird, welche Führungsfunktionen zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendig sind und wie sie auf die einzelnen Beteiligten verteilt werden können.

Beim St. Galler Management-Modell wird das Unternehmen als komplexes System verstanden und in sechs Begriffskategorien unterschieden: Umweltsphären, Anspruchsgruppen, Interaktionsthemen, Ordnungsmomente, Prozesse und Umweltdynamik. Dieses Modell soll auf wesentliche Probleme und ihre Interdependenzen sowie auf mögliche Inkonsequenzen hinweisen.

Beim Lean Management wird der Mensch in den Mittelpunkt des unternehmerischen Geschehens gestellt, Leitgedanken des Unternehmens werden zum Teil mit neuer Bedeutung bestimmt, das Konsensprinzip bezieht Lieferanten und Kunden in das Unternehmen ein, die partnerschaftliche Zusammenarbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens hat einen hohen Stellenwert.

Beim Total Quality Management erreicht man durch Qualitätssicherung eine bessere Qualität der Produkte und Dienstleistungen und eine Senkung der Kosten. Bei der Leistungserstellung wird darauf geachtet, dass Fehler erst gar nicht entstehen. Wenn ein hoher Qualitätsstandard erreicht wurde, werden die Unternehmen unter Einsatz von exzellenter Führung und Organisation auf das Erreichen von Spitzenleistungen ausgerichtet.

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Wer über Veränderungen im Unternehmen zu verständigen ist

Unabhängig davon, um welchen Vorgang es sich handelt, müssen Änderungen an jene Personen oder Institutionen mitgeteilt werden mit denen das Unternehmen in Geschäftsverbindung steht.

Aus diesem Grund wird nachstehend versucht zusammen zu stellen, wer von Änderungen betroffen sein kann und daher informiert werden sollte. Die nachfolgende Gliederung lehnt sich an den Begriff der Stakeholder an, welche in deutscher Sprache als Interessenten und Betroffene oder als interessierte Kreise bezeichnet werden können.